Mit viel Energie kamen Bert und Riet nach Israel.

Sep 1, 2016 | 0 Kommentare

Mit viel Energie kamen Bert und Riet am 1.Januar 2014 mit zwei vollen KoffernBastel-Material nach Israel. In Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst vor Ort waren Workshops geplant einerseits mit Kindern aus Sderot, sowie auch mit neuen Immigranten und Holocaust Überlebenden in Jerusalem. Die Workshops waren: Handpuppen basteln, und  Brot backen.

Bert und Riet, geboren in Holland, seit 45 Jahren wohnhaft in der Schweiz:

Wie seid ihr in Kontakt mit Yad L’Ami gekommen?
Riet: Im Oktober 2012 war ich bei meiner Tante in Holland zu Besuch, sie gab mir die Zeitschrift “Charisma” zum Lesen. Da las ich den Artikel über eure Arbeit in Sderot. Es hat mein Herz berührt.Zurück in der Schweiz gab ich es meinem Ehemann Bert zum Lesen. Von dem Tag anbegannen wir für Sderot und eure Arbeit zu beten.Wir bekamen immer mehr das Gefühl, dass wir dorthin gehen möchten um mit unseren Gaben Gott und dem Jüdischen Volk zu dienen.

Wie kamt ihr dazu nach Israel zu kommen?
Es war die Liebe in unseren Herzen für Israel und dem Jüdischen Volk, und weil wir Sein Wort,die Bibel lesen.

Die ersten zwei Wochen habt ihr Workshops in Sderot durchgeführt. Was waren genau eure Aufgaben?
Mit traumatisierten Kindern haben wir Puppenköpfe geformt, Gesichter angemalt, Kleider angefertigt.Die Kleider nähte ich am Morgen im voraus während Bert alles für den Nachmittag vorbereitete, er musste für jedes Kind die Grundform eines Kopfes aus Sagex gestalten. Mit einem Mietwagen und einem vollen Koffer mit dem nötigen Material, fuhren wir jeden Tag von Jerusalem nach Sderot. Insgesamt machten wir mit den Kindern 53 Handpuppen. Später in Jerusalem waren es nochmals 26 Puppen.

Das war sicher sehr intensiv. Wie habt ihr das gemacht wenn keiner von uns dabei war zumÜbersetzen?
Das war gar kein Problem. Wir haben es einfach vorgezeigt, die Kinder haben es sehr schnell begriffen. Es wurde auch sehr viel gelacht,weil wir uns mit Händen und Füssen und lustigen Grimassengut verständigen konnten. Einige Mitarbeiter konnten auch ein Bisschen Englisch.

Nach zwei Wochen Sderot habt ihr mit neuenImmigranten aus Äthiopien einige Workshops durchgeführt.

Kannst du etwas erzählen vom Backkurs mit der Frauen-Gruppe?
Die Äthiopischen Frauen schlossen uns sehr schnell ins Herz. Einen Brotteig machen war für sie gar kein Problem. Wir merkten bald, dass die Frauen darin Übung hatten.
Bert zeigte ihnen wie man einen Zopf macht, oder wie man ein Brot macht voll gespickt mit Sonneblumenkerne, sowie auch Mehrkorn Brote wurde ihnen erklärt.
Da in diesem Gebäude kein Ofen vorhanden war, mussten die Frauen den ausgearbeiteten Teig in eine Backform mit nach Hause nehmen und dort fertig backen. An einem Nachmittag waren auch ein paar Männer anwesend. Wir gaben auch ihnen Mehl in eine Schüssel, wo sie selber kneten konnten, aber da verschwanden sie schnell mit einem Lächeln nach draussen und warteten dort auf ihre Frauen. Die Frauen lachten, und erklärten uns, in ihrer Kultur machen Männer keine Frauenarbeit so auch kein Brot backen.

Es scheint, dass die Stimmung sehr gut war, haben es alle positiv erfahren?
Ja, sehr positiv!Zum Abschluss waren wir als Team bei ihnen zu einem äthiopischen Essen eingeladen. Es gab sehr feine Speisen, verschiedene Saucen und wir wurden mit einem typisch äthiopischen Kaffe bedient, wo die Kaffeebohnen vorher über dem Feuer geröstet wurden. Wir haben gesungen, jemand  spielte auf einem speziellen Zupfinstrument aus Äthiopien.
Jede Frau wollte mit uns aufs Foto, und beim Abschied wurde ich (Riet) von allen Frauen umarmt und geküsst.

Eure letzte Gruppe war mit einer Gruppe von Kriegsüberlebenden aus dem ehemaligen Russland. Welche Erfahrung habt ihr da gemacht?
Wir machten hier in Israel zum ersten Mal Puppen mit älteren Menschen . Die meisten wollten sie für ihre Enkel basteln. Es war von Anfang an eine gute Stimmung. Die Frauen freuten sich auf ihre Puppen. Das hat man so richtig gespürt. Als wir mit der Arbeit fertig waren, wurde mit Klavierbegleitung gesungen und getanzt. Eine Frau feierte an diesem Tag ihren Geburtstag, so assen wir noch alle zusammen in gemütlicher Runde. Wir erinnern uns gerne an die fröhlichen Gesichter.
Neben aller Freude, die ihr hattet mit den verschiedensten Bevölkerungsgruppen, war dies für die Teilnehmereine sehr gute Therapie.

Ihr habt mit Menschen aus verschiedenen Altersgruppen gearbeitet. Falls ihr zurück kommt nach Israel (das hoffen wir von Herzen)was ist euer Wunsch? Und weshalb?
Beides war für uns eine sehr gute Erfahrung. So Gott will und wir leben kommen wir gerne wieder zurück.  Vielleicht mit anderen Workshops.  Wir haben schon einige Ideen im Kopf.
Wir sind sehr dankbar, dass wir unsere Gaben für Gott einsetzen dürfen. Er hat uns all die Jahre gesegnet. Wir wollen Ihm mit ganzem Herzen dienen, und für die Juden und Israel ein Segen sein.